Montag, 30 Januar 2017

Person in Eis eingebrochen

Veröffentlicht in Übungen, Technische Übung

Person in Eis eingebrochen
Aufgrund der Kälte hatte sich in der Marina in Schörfling eine geschlossene Eisschicht gebildet. Viele Menschen nutzen dies aus und wagten sich auf das Eis. Die Gefahr, dass jemand im Eis einbricht, sollte aber nicht unterschätz werden!

Aufgrund der Kälte in den letzten Tagen ergab es sich, dass der Attersee an einigen Stellen eine tragfähige Eisschicht ausbildete. So auch in der Marina in Schörfling. Viele Menschen nutzen dies natürlich zur sportlichen Betätigung und weil es einfach Spaß macht. Die Gefahr, dass in den nächsten Tagen jemand im Eis einbricht, ist aber auch nicht zu unterschätzen! Deshalb mussten wir diese Gelegenheit für eine nicht alltägliche Übung nutzen um für die Zukunft gerüstet zu sein.

 

Erst die Theorie

Zwei Feuerwehrtaucher von der FF Seewalchen präsentierten eine eindrucksvolle theoretische Einführung. Als erstes erhielten wir einen lehrreichen Vortrag zu diesem Thema von Manahl Thomas. Danach ging es zum See.

 

Dann die Praxis

Ein Taucher, Strasser Karl, simulierte die verunglückte Person im Wasser sehr realistisch. Bei dieser Kälteeinwirkung auf den Körper wird man rasch träge und die Bewegungsmöglichkeit wird eingeschränkt. Es ist schon nach wenigen Minuten nicht mehr einfach, nach einem zugeworfenen Seil zu greifen und es sich um den Oberkörper zu binden. Von einem Sichern mittels Knoten ganz zu schweigen. Wir erprobten mehrere Varianten, mittels Seilen oder Leitern, wie eine Person gerettet werden kann. Die Rettung erfolgte jedes Mal erfolgreich, der Faktor Zeit spielt aber hier eine sehr große Rolle.

 

Wissen kann Leben retten

Bei der Nachbesprechung meldeten sich unser Feuerwehrarzt Dr. Bernd Hainbucher und Bezirksrettungskommandant Mag. Gerald Schuster sehr lehrreich zu Wort. Auf gar keinen Fall darf unterschätzt werden, welch schlimme Folgen eine Umlagerung, sprich zu viel Bewegung, für eine unterkühlte Person haben kann! Dies kann bis zum Herzstillstand führen.

Eine sehr interessante Übung welche viele Eindrücke hinterlassen hat.

 

Was noch zu sagen wäre

Besonderen Dank an die beiden Kameraden der FF-Seewalchen, Manahl Thomas, der uns schulte und Strasser Karl, der extra für uns ins kalte Wasser gesprungen ist. Sehr freuten wir uns auch über die Teilnahme von Bezirksrettungskommandant Mag. Gerald Schuster. Ebenso sehr erfreulich war die Teilnahme von sechs Kameraden der FF-Bach.

Eine Warnung an alle die sich auf dünnem Eis bewegen. Fünf Minuten (!) beträgt die Zeit, die eine im Eis eingebrochene Person hat, um gerettet zu werden. Alles darüber ist bereits kritisch und kann sogar tödlich enden!